MotoGP M4 mit Wassereinspritzung

BMW M4 stellt in langjährige Tradition das Safetycar in der Königsklasse des Motorradrennsportes. Mit an Bord ist ein neuartiges System zur Leistungssteigerung –  die Wassereinspritzung. Wasser brennt nicht, sondern löscht Feuer. Was hat aber dies mit Leistungssteigerung auf 465PS im neuen M4 Coupe im Safety Car der MotorGP zu tun? Wasser müsste doch eher eine Leistungreduktion zur Folge haben. Zeit diese neuartige System genauer zu betrachten.

Dazu ist ein Ausflug in die Physik notwendig. Heisse Luft beansprucht mehr Volumen als Kalte. Den umso mehr Luft und damit Sauerstoffmoleküle in den Brennräume gepresst werden können umso mehr Treibstoff kann dazugemischt werden und hat eine grössere Leistungsabgabe zur Folge. Grundsätzlich kann dabei auch der Ladeluftkühler vergrössert werden, das hat aber zur Folge das längere Strömmungswege entstehen und der Strömungswiderstand zunimmt. Nimmt man aber Wasser und zerstäubt dieses bei grosser Leistung sehr fein in der Ansaugluft, so entzieht das kalte Wasser schlagartig der heissen Ansaugluft Wärme und lässt die Volumendichte im Brennraum steigen.

Der BMW-Motor S55 verfügt bereits über eine sehr effizientes Kühlsystem um den Motor trotz der grossen Leistungsdichte ein langes Leben zu garantieren.  Nun ist BMW auch dort in der Lage zu kühlen wo es am schwierigsten ist und mit wenig Aufwand viel zu Erreichen ist. Zeitgleich wird das System durch gleiche thermische Belastung nachhaltig geschützt und hat damit einen gesteigerten Bauteileschutz.

BMW verspricht bereits jetzt, dass nach intensiver Erprobung in der MotoGP dieses System auch in einem ///M Serienmodell zum Einsatz kommt.  Damit das Wasser bei kalten Aussentemperaturen nicht gefrieren kann, wird es nach jedem Einsatz zurück in den Tank gepumpt und die Leitungen entleert. Nachfüllen muss man das Wasser etwa bei jedem zweiten Tankstopp, da es im Alltag auch zu Verbrauchsoptimierung genutzt werden kann. Selbst wenn kein Wasser drin ist kann der M4 mit gering reduzierter Leistung weiterbetrieben werden.